Windkraftanlagen: Überzeugungsarbeit für den Windpark leisten

Dieses Bild zeigt, wie sich unsere Regierung und Wacker die Energiewende vorstellen:
Kein einziges Windrad darf das Industriegelände „verschandeln“.
Alle Windkraftanlagen in den Wald!

Quelle: Artikel, Trostberger Tagblatt, 03.02.2024

So würde es aussehen, wenn sich auch Wacker ernsthaft und glaubwürdig an der Energiewende beteiligen würde:
Liebe Regierung von Oberbayern, Firma Wacker und alle Befürworter von Windkraft in unseren Wäldern: Wieso ist das partout bei uns ausgeschlossen?
Woanders funktioniert’s doch auch!

Fotomontage UVA aus dem Artikelbild, Trostberger Tagblatt, 03.02.2024
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Bürger in Mehring stimmen mit großer Mehrheit gegen den Windpark im Altöttinger Forst

Bröckelt jetzt die Mauer?
Endlich kommt vielleicht Bewegung in die Disussion, ob es wirklich sein muss, dass Windkraftanlagen in Bayern fast ausschließlich in unseren Wäldern gebaut werden sollen!
Seit Jahren plädieren wir für deren Aufstellung an Gewerbegebieten und Straßentrassen.
In anderen Bundesländern stehen die Windkraftanlagen direkt in den Firmengeländen.
Wieso ist man bei uns so verbohrt? Betrachtet man den Artikel des Trostberger Tagblatts wird die Situation deutlich.
Politik, Industrie und sogar Umweltverbände sind sich bei diesem Thema einig:
Windkraft muss in den Wald! Wieso eigentlich? Sind dort die Stromverbraucher?
Oder sollen die Weichen für neue Gewerbegebiete in den Wäldern gestellt werden?

Artikel, Trostberger Tagblatt, 30.01.2024


Leserbrief zum Artikel „Gegenwind bremst die Energiewende“ vom 30.01.2024

Blankes Entsetzen bei der Industrie und Politik!
Wie bitte kann denn das sein? Die Mehringer haben sich gegen ihre Arbeitsplätze und ihre Zukunft entschieden, so sinngemäß der Zeitung zu lesen.
Glückwunsch! Und Danke, liebe Mehringer für die Ablehnung der Windkraftanlagen!
Ich hoffe, dass damit endlich die geschlossene Betonwand, gebildet aus Politik aller Couleur, Industrie, Naturschutzverbänden, Forstministerien und öffentlichen Medien zu bröckeln beginnt!
Seit Jahren laufe ich mit dem Umweltschutzverband Sturm gegen die verblendete bayerische Politik, unsere letzten intakten großen Waldgebiete für Windkraftanalgen zu öffnen. Wir sind wahrlich nicht gegen Windkraftanlagen, aber wir haben doch beileibe genügend umweltfressende Gewerbegebiete und Straßentrassen, an welchen diese Industrieanlagen tausendmal besser aufgehoben sind als in unseren Wäldern.
Wieso bitte ist bei uns undenkbar, was in anderen Bundesländern längst Standard ist?
Warum baut Wacker keine Anlagen bei und inmitten ihren mehr als unansehnlichen Industrieanlagen? Altöttinger Forst; Ebersberger Forst; Siebeneichenwald; Eigelwald und kein Ende in Sicht! Nein! Es reicht! Diese Wälder bleiben für unsere nächsten Generationen vorbehalten! Wir haben kein Recht, sie für Industrieanlagen zu missbrauchen, nur weil unsere Politik es jahrzehntelang versäumt hat, langfristige Weichen zu stellen und uns damit zum Spielball von Energiekonzernen und Industrie gemacht hat.

Windkraftanalgen im Altöttinger Forst – Beschlossende Sache?

In der Ausgabe des Trostberger Tagblatts, 02.07.2023 wird berichtet, dass der Großinvestor „Quair“ für die 42 Windkraftanlagen, welche im Forst Burghausen gebaut werden sollen, im Kreistag das Projekt vorgestellt hat.
Die Rechte zur Errichtung der Anlagen hat der Quair bereits erworben.


Bürgerbeteiligung beschränkt sich wieder einmal darauf, über die Subventionsabgabe die Gewinne von Quair zu subventionieren.

Gleich auf der nächsten Seite beteuert Landrat Schneider, dass wir unsere Zukunft verlieren, wenn Dyneon die PFOA-Produktion einstellt. Wobei auch hier die von der Firma angerichteten Umweltschäden scheinbar keinesfalls geregelt sind. „Hans Steindl sagte, man solle alles tun, damit sich 3M und seine Tochter Dyneon nicht auf leisen Sohlen davonmacht. In den USA habe das Unternehmen Ausgleichszahlungen für Schäden im Milliardenberich zahlen müssen. Die Region müsse deshalb auch in die Vollen gehen. Wir wollen für die Bodenverunreinigungen ein Treuhandkonto über 100 Millionen Euro“.
Verlieren wir unsere Zukunft, wenn PFOA verboten wird und unsere Umwelt künftig von dieser Chemikalie verschont wird?
Verlieren wir unser Zukunft, wenn Windkraftanlagen nicht in unseren Wäldern errichtet werden?

Die von Fa. Dyneon zur Verfügung gestellte Luftaufnahme zeigt es:
Keine einziges Photovoltaik-Modul ist auf den Dächern zu sehen.
Platz für Windkraftanlagen wäre im und um das Werk herum mehr als genügend vorhanden.
Aber die Windkraftanlagen solen in den Altöttinger Forst.


Warum eigentlich?

Warum geht die Industrie nicht mit gutem Beispiel voran?
Wieso müssen wir Steuerzahler andauernd die Industrie subventionieren, obwohl jedes Jahr höhere Gewinne verbucht?

Wieso dürfen unsere Kinder und Enkel keine unberührten Waldflächen mehr erleben?

Wollen wir diese Zukunft?

Bild, Trostberger Tagblatt, 21.07.2023

UVA ist für die Errichtung von Windkraftanlagen in Gewerbe- und Industriegebieten

In unserem Chiemgau gewinnt anscheinend die Meinung, es wäre sinnvoll und gut, Windkraftanlagen in unseren bisher noch unberührten Wäldern zu errichten, die Oberhand.

Politik, Industrie und teils auch Naturschutzverbände gehen hier Hand in Hand – so scheint es.

Der Umweltschutzverband kann dem absolut nicht folgen.

Windkraftanlagen sind industrielle Anlagen, welche der Bereitstellung von Elektrizität dienen.

Die Erzeugung von Elektrizität sollte nicht fernab, sondern direkt beim Verbraucher stattfinden.
Und dies wäre nun einmal bei Industriegebieten.

In der Stadt Hamburg sind beispielsweise Industriegebiete und Verkehrstrassen keine Tabuzone für Windkraftanlagen.

Screenshot, Internetseite der Stadt Hamburg; Standorte Windkraftanlagen


Auch Verkehrstrassen mit ihrem Lärmpegel sind aus unserer Sicht allemal besser geeignet, die Geräuschkulisse dieser Anlagen zu überdecken. Die Stromleitungen können neben den Straßen ebenfalls mit wesentlich weniger ökologischem Schaden verlegt werden, als dies im Wald jemals möglich wäre.

Bei uns soll laut Planungsverband gelten: 300m Sicherheitsabstand von Windkraftanlagen zu Gewerbegebieten!
In Hamburg beispielsweise stehen die Windkraftanalgen direkt in den Industriegebieten; ja sogar in den Werksgeländen.
Die Errichtung an Straßentrassen ist dort ebenfalls längst Realität. Siehe Bild oben.

Um unsere Meinung konstruktiv und frühzeitig darzulegen, wenden wir uns am 11.05.2023 mit nachfolgendem Schreiben an den Regionalen Planungsverband Südostoberbayern.
Das Schreiben haben wir auch der örtlichen Presse zur Verfügung gestellt.

Wir sind schon neugierig, ob unsere Argumente Anstoß sein können, den aktuell eingeschlagenen Irrweg zu verlassen.

Wenn Sie den Brief lesen möchten, einfach auf das Bild klicken

Windkraftanlagen gehören nicht in unsere Wälder!

Auch der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung e.V. (UVA) steht hinter dem Ziel, Windräder in der Region Südostoberbayern zu schaffen.
Aber der UVA ist strikt dagegen, hierfür immer unsere Wälder in Anspruch zu nehmen.

Die bisherigen Windenergie-Vorranggebiete des Regionalplans sind ausschließlich in Wäldern ausgewiesen und auch die jetzt vom Regionalen Planungsausschuss vorgesehenen neuen Standorte im Altöttinger und Burghauser Forst liegen wiederum in unseren schützenswertesten Waldflächen.

Windenergieanlagen sind eindeutig gewerbliche Anlagen, die nicht in die wenigen naturnahen Rückzugsgebiete gehören, die wir noch haben! Sie gehören vielmehr in Gewerbegebiete und andere vorbelastete Gebiete!

So verständlich es ist, dass zu Außenbereichs-Anwesen ein Mindestabstand von 500 Metern eingehalten werden soll, so rätselhaft erscheint es, warum zu Gewerbegebieten 300 Meter Abstand erforderlich sein soll.

Zwischen den gewerblichen Anlagen in einem Gewerbegebiet sind doch keine Mindestabstände einzuhalten. Ein Windrad ist eine gewerbliche Anlage, die doch in oder an einem Gewerbe- oder Industriegebiet zugelassen werden soll und kann und dort am wenigsten stört.

Aber leider sind unsere Politiker und auch die Planer des Regionalen Planungsverbands darauf gekommen, die ungeliebten Windräder mitten in unsere letzten Wälder zu stellen. Die Forstleute sowohl in den Bayerischen Staatsforsten, wie auch in den staatlichen Forstämtern sind gehalten, hierzu zu schweigen und die Schädigung der Wälder hinzunehmen.

Und selbst Klimaschützer bekunden dann eilfertig, dass Windräder im Wald völlig problemlos sind. Die Bürger sollen an diesem Konzept lieber nicht so sehr beteiligt, sondern eher „abgeholt“ werden.

Wenn wir Umwelt- und Klimaschutz weiterhin auf diese Weise betreiben, machen wir das kaputt, was wir schützen wollen!

Artikel, Trostberger Tagblatt, 29.04.2023

Windkraftanlagen in Gewerbegebiete!

Fotomontage UVA: Windkraftanalgen im Gewerbegebiet Hochreit, Stadt TraunreutQuelle: Windatlas Bayern;


Die Stadtrat Traunreut lehnt die Errichtung von Windkraftanlagen im Siebeneichenforst ab!

Der Umweltschutzverband begrüßt die Entscheidung der Stadt Traunreut, die Errichtung von Windrädern im 7-Eichen-Forst abzulehnen.

Damit ist aus unserer Sicht der Weg frei, noch einmal darüber zu diskutieren, ob Windkraftanlagen vielleicht doch besser in unseren Industriegebieten oder an Verkehrstrassen als in unseren letzten noch intakten Waldgebieten aufgehoben sind.

Der Umweltschutzverband ist nicht gegen Windräder.

Wir sind aber gegen die Errichtung von Windrädern in bisher unberührter Natur.

Im Jahr 2019 sind in Deutschland 285.000 Ha Wald aufgrund Sturm und Schädlingsbefall abgestorben.

Die Errichtung von Windrädern verursacht hier weitere Schäden durch Straßenbau, Stromtrassen, Rodung und Folgeschäden sobald der geschlossene Waldbestand aufgerissen wird.

Die aktuellen Wetterereignisse haben uns deutlich gezeigt, wie schnell selbst intakte Waldgebiete von den Naturgewalten zerstört werden können.

Lokal geöffnete Bestände sind diesbezüglich um ein Vielfaches mehr gefährdet.

Betrachtet man den Windatlas Bayern, stellt man fest, dass in unserer Gegend keine einzige Vorrangfläche für Windräder im Bereich der bestmöglichen Windausbeute liegt. Teils liegen diese sogar in fast windfreien Gegenden. Als Konsequenz müssten bei windschwachen Standorten noch mehr und noch höhere Windräder aufgestellt werden, um den notwendigen Strom zu erzeugen.

Wir hatten uns schon immer gefragt, wieso man unbedingt die Windräder im Siebeneichenwald, unserem wertvollsten Naherholungsgebiet, aufstellen muss, wenn diese doch in unseren Industriegebieten besser aufgehoben wären.

Das Windaufkommen in den Gewerbegebieten Hochreit oder Waltersham ist lt. Windatlas Bayern mindestens genauso gut, wie im Siebeneichenforst – nur man braucht dort keine Erschließungsstraße bauen, keine Stromtrasse verlegen und keinen Wald roden.

Sogar die Abnehmer für den Strom befinden sich gleich in der Nachbarschaft.

Und zweifelsohne dienen die Industriegebiete, im Gegensatz zum Wald, nicht der Naherholung.

Wobei die Naherholungsgebiete und unberührten Naturräume in zunehmendem Maße verschwinden – was man von Industrie- und Gewerbegebieten, sowie Verkehrstrassen nicht behaupten kann.

Der Schutz unserer Naturoasen ist daher wichtiger denn je.

Wie den Presseartikeln der letzten Tage zu entnehmen war, hätte die Kommunen die Möglichkeit, unabhängig von der 10H-Regel, Windkraftwerkstandorte im Rahmen einer Positivausweisung, in Verbindung mit einem Lärmgutachten, zu genehmigen.

Wir hoffen, dass man diese aktuelle Chance ergreift und endlich von dem Irrweg abweicht, industrielle Stromerzeugungsanlagen in unberührten Wäldern aufzustellen.

Der Umweltschutzverband ist bereit, an einer Windrad-Standortdiskussion unter Einbeziehung bereits vorhandener Industrie- und Gewerbegebieten teilzunehmen.

Lt. Auskunft unseres Experten ist die aktuellen gesetzliche Regelung wie folgt:

  • Windkraftanlagen sind privilegierte Bauvorhaben und somit (ähnlich wie Kiesgruben) grundsätzlich im Außenbereich zulässig, wenn nicht besondere öffentliche Belange entgegenstehen.
  • In Bayern ist die 10 h-Regel zu beachten, d.h. Mindestabstand zu Wohnbebauungen von mindestens dem 10-fachen der Höhe (wodurch nahezu nirgends Windkraftanlagen zulässig wären).
  • Aber: die Gemeinde kann einen Bebauungsplan aufstellen und ist dabei nicht an die 10 ha-Regel gebunden. (Auch bei einem Bebauungsplan für ein Siedlungsgebiet kann die Gemeinde ja von den Abstandsregeln für Gebäude abweichen.)
  • Also: Auch in Bayern könnten überall Windkraftanlagen geschaffen werden, wenn die Gemeinden entsprechende Bebauungspläne aufstellen würden. Die 10 h-Regel wir doftmals nur als Ausrede benutzt.
  • Warum im Regionalplan Südostoberbayern vor allem Windkraftanlagen-Standorte im Wald vorgesehen wurden, ist nicht verständlich. Möglicherweise sollte der Regionalplan geändert werden!
  • Im Fall Siebeneichenforst ist es keineswegs erforderlich, dass alle drei Gemeinden einen gemeinsamen Bebauungsplan aufstellen. Auch eine Gemeinde allein kann einen Bebauungsplan für ein oder mehrere Windräder aufstellen und ist dabei nicht an die 10 ha-Regel gebunden.
Presseaartikel im Trostberger Tagblatt, 17.08.2021

Müssen Windkraftanlagen wirklich im Ebersberger Forst gebaut werden?
An der A94 wäre doch Platz genug!
Wir empfehlen den großen Umweltverbänden solche Lösungen zu forcieren, statt dem politischen Willen zur weiteren Rodung unserer Wälder nachzugeben!

Windkraftanlagen an der Autobahn, nördlich Bremerhaven; Foto UVA, März 2022
Windräder im Siebeneichenforst oder besser im Industriegebiet?

Windräder im Siebeneichenforst oder besser im Industriegebiet?

Windrad in Baumham, Foto UVA
 

Windräder sind ohne Zweifel ein wichtiges Standbein unserer künftigen Energieversorgung.
Aber wo sollen sie aufgebaut werden?

Derzeit sind fast sämtliche Standorte im Wald geplant.

Hintergrund: Angst vor Bürgerprotesten.

Betrachtet man die Situation im geplanten Siebeneichenforst, stellt sich die Frage, ob die Windräder nicht besser in den Gewerbegebieten Traunreut (Hochreit) und Trostberg (Waltersham) aufgehoben wären.

Am Lärm kann es nicht liegen, dass diese mitten in unseren Wäldern gebaut werden sollen, denn in kaum 50m Abstand sind diese nicht mehr zu hören.

Die notwendige Infrastruktur (Straßen, Stromanbindung und Abnehmer für den Strom) ist in jedem Industriegebiet vorhanden.

Aus unserer Sicht spricht also nichts dagegen, die noch intakten Wälder zu schonen und Windräder in Industriegebieten zu errichten.

Der Windertrag, lt. Windatlas Bayern, spricht jedenfalls nicht gegen diesen Vorschlag.
Denn im Vergleich zu Baumham (4,9m/s) liegt der 7-Eichen-Forst bei 4,7m/s, gleichauf mit dem Gewerbegebiet Hochreit (4,7m/s);
Im Industriegebiet Waltersham, Trostberg, wäre die Situation für ein Windrad sogar noch günstiger, mit 4,8m/s.

Freifläche in Baumham für Wartungsarbeiten am Windrad
Waldschäden in Baumham Foto UVA

Lesen Sie auch unsere Pressemitteilung vom 24.08.2020:

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