Windkraftanalgen im Altöttinger Forst – Beschlossende Sache?

In der Ausgabe des Trostberger Tagblatts, 02.07.2023 wird berichtet, dass der Großinvestor „Quair“ für die 42 Windkraftanlagen, welche im Forst Burghausen gebaut werden sollen, im Kreistag das Projekt vorgestellt hat.
Die Rechte zur Errichtung der Anlagen hat der Quair bereits erworben.


Bürgerbeteiligung beschränkt sich wieder einmal darauf, über die Subventionsabgabe die Gewinne von Quair zu subventionieren.

Gleich auf der nächsten Seite beteuert Landrat Schneider, dass wir unsere Zukunft verlieren, wenn Dyneon die PFOA-Produktion einstellt. Wobei auch hier die von der Firma angerichteten Umweltschäden scheinbar keinesfalls geregelt sind. „Hans Steindl sagte, man solle alles tun, damit sich 3M und seine Tochter Dyneon nicht auf leisen Sohlen davonmacht. In den USA habe das Unternehmen Ausgleichszahlungen für Schäden im Milliardenberich zahlen müssen. Die Region müsse deshalb auch in die Vollen gehen. Wir wollen für die Bodenverunreinigungen ein Treuhandkonto über 100 Millionen Euro“.
Verlieren wir unsere Zukunft, wenn PFOA verboten wird und unsere Umwelt künftig von dieser Chemikalie verschont wird?
Verlieren wir unser Zukunft, wenn Windkraftanlagen nicht in unseren Wäldern errichtet werden?

Die von Fa. Dyneon zur Verfügung gestellte Luftaufnahme zeigt es:
Keine einziges Photovoltaik-Modul ist auf den Dächern zu sehen.
Platz für Windkraftanlagen wäre im und um das Werk herum mehr als genügend vorhanden.
Aber die Windkraftanlagen solen in den Altöttinger Forst.


Warum eigentlich?

Warum geht die Industrie nicht mit gutem Beispiel voran?
Wieso müssen wir Steuerzahler andauernd die Industrie subventionieren, obwohl jedes Jahr höhere Gewinne verbucht?

Wieso dürfen unsere Kinder und Enkel keine unberührten Waldflächen mehr erleben?

Wollen wir diese Zukunft?

Bild, Trostberger Tagblatt, 21.07.2023