Bürgerinitiative für sauberes Trinkwasser beim UVA

Bürgerinitiative „BINT“ im Gespräch mit dem UVA

Im Februar 2019 war die Bürgerinitiative „BINT“ zu Gast beim UVA.

BINT; Bild Umweltschutzverband

Die Initiative setzt sich seit einem Jahr in Altötting und in Burgkirchen für „sauberes Grund- und Trinkwasser“ ein.

Die Vertreter der Gruppe kamen zu Besuch nach Trostberg, um sich mit dem Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA), in einem Gespräch über dringliche, regionale Probleme der „PFOA“-belasteten Wasser- und Bodenqualität auszutauschen.

Wohnungsverdichtung Trostberg

Wohnungsverdichtung – oder doch Gewinnmaximierung?
Gibt es in Trostberg einen Stadt- und Zukunftsplan?

Die Alten sterben, die Nachkommen haben Trostberg längst hinter sich gelassen. Die Goldgräberstimmung hat scheinbar Vorrang vor Lebensqualität und Naturoasen in der Stadt – so scheint es.

Wird ein Objekt frei, folgt der Abriss und ein Wohnklotz mit maximal möglichen Abmessungen, ersetzt das einstige Idyll.
An Beispielen mangelt es in Trostberg nicht.
Wie ist das möglich? In München wird doch auch nicht jede Villa mit Garten, in Schwabing, durch einen Wohnklotz ersetzt!

Wieso in Trostberg? Wieso wird hier der Charme unserer Stadt rücksichtslos dem Kommerz geopfert?
War der Verkauf des Schloss Schedling der Anfang vom Ende?

Folgende Bilder zeigen, welches Naturidyll durch einen neuen Betonklotz zerstört werden soll:

Folgenden Brief hat der UVA an Hr. Bürgermeister Schleid geschrieben:

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Danke für ein Großes Lob zur Gartenaktion!

Wir freuen und riesig und bedanken uns auf diesem Wege für ein Großes Lob zur Gartenaktion 2018!

Sehr geehrte Frau Pauli,
 
ich wollte mich bei Ihnen schon lange melden und für die Organisation
des Gartenwettbewerbs Naturnahe Gärten bedanken.

Quelle: Bild UVA


Zu meinem großen

Bedauern konnte ich an der Abschlußveranstaltung nicht teilnehmen und
habe das Er
gebnis aus der Zeitung erfahren. 
Vielen Dank für Ihre
Bewertung unseres Gartens, ich war ziemlich überrascht, dass diese so
positiv ausgefallen ist.

Quelle: Bild UVA

Der Wettbewerb hat mich zum Nachdenken angeregt, wie wichtig es ist,
unsere Gärten, egal wie groß oder klein diese sind, im Einklang mit der

Natur zu gestalten. Ich blicke mich aufmerksamer um und achte mehr auf

die Vielzahl Insekten und überlege dabei, wie ich eine größere Anzahl an
Vögeln, Insekten, Schmetterlingen, usw. in den Garten locken kann,
welche Pflanzen sinnvoll sind, welche das ganze Jahr Nahrung bieten. Was
ich eben verbessern kann.

Quelle: Bild UVA

 
Im Winter z.B. hat es mich sehr gefreut, zu beobachten, dass wir mehr Vögel am Futterhaus hatten, als die letzten Jahre. 
Seit Dezember haben wir einen Igel zur Pflege. Er war zu klein und zusätzlich verletzt, um den Winter draussen zu überleben. Es ist ein spannendes Projekt und
macht uns deutlich, dass wir etwas tun müssen und können. Den Kindern
versuche ich, dieses zu vermitteln  und der Igel ist eine gute
Gelegenheit, ihnen die Natur näher zu bringen. Ich freue mich, wenn wir
ihn freilassen können und werde ihm einen Unterschlupf anbieten und
hoffe, er fühlt sich wohl in unserem Garten.
 
Danke für diesen Denkanstoß. Ich wünsche Ihnen ein gute Zeit.
 
Freundliche Grüße

Quelle: Bild UVA

Nördlicher Chiemgau – Land der Kiesgruben?

Wer baut, braucht Kies.
Jeder will bauen. Deshalb muss der Kies abgebaut werden.

So scheinbar die landläufige Meinung einiger Bürgermeister.
Könnte man so sehen, würden unsere Vorkommen nur regional verbraucht.
Mit den vorhandenen 44 Hektar Kiesgruben könnte jedes Gebäude aus Vollbeton gebaut werden.
Ein Großteil unserer Kiesressourcen gehen jedoch in den Export!

Ist Kiesabbau ein gemeindliches Problem?
Nach dem Baugesetzbuch ist der Abbau von Bodenschätzen ein privilegiertes Vorhaben, das im Außen­bereich grundsätzlich zulässig ist, wenn nicht besondere Belange entgegenstehen. Solche Belange können gemeindliche Vorgaben (Flächennutzungsplan) oder landesplanerische Vorgaben (Regionalplan) sein.
Der Landesgesetzgeber hat für Bayern

Kiesgrube Seeon, Bild UVA

im Landesentwicklungsprogramm bestimmt, dass der Abbau von Bodenschätzen regional zu ordnen ist; Kiesabbau ist auf Vorrang- und Vorbehaltsgebiete zu konzentrieren, die nach dem regionalen und überregionalem Bedarf zu bemessen sind und in den Regionalplänen festge­legt werden. Das ist vernünftig und praktikabel, weil damit ein Ausgleich zwischen Gemeinden mit geeigne­ten Kiesvorkommen und Gemeinden ohne Abbaumöglichkeiten geschaffen wird.
Der für die Region Südostoberbayern gültige Regionalplan weist 2.500 ha Vorrang- und Vorbehaltsflächen für den Kiesabbau aus (rechnerisch sind das im Durchschnitt etwa 15 ha pro Gemeinde). Diese Ausweisung ist im Benehmen mit dem Industrieverband Steine-Erden auf den regionalen und überregionalen Bedarf ausgelegt und wird bedarfsweise immer wieder fortgeschrieben. Somit ist es weder nötig noch zweckmäßig, dass Gemeinden in ihren Flächennutzungsplänen Kiesabbauflächen-Ausweisungen vornehmen, die über den Regionalplan und somit über den Bedarf hinausgehen.

Kiesgrube Seeon, Bild UVA

Sollte es – wie manchmal behauptet – so sein, dass der Regionalplan zu wenig konkret oder zu wenig rechtssicher ist, dann muss doch wohl der Regionalplan verbessert werden! Es kann doch nicht sein, dass stattdessen wieder jede Gemeinde für sich das regionale Kiesproblem lösen muss und deshalb viele Hektar Kiesabbauflächen unnötig ausgewiesen werden. Der UVA wird dem nachgehen.

Sand- und Kiesabbau in Seeon

Sand- und Kies:
Eine unerschöpfliche Ressource?

Nein!
Sand und Kies ist zu einem wertvollen Gut geworden.
Umso mehr muss man sich wundern, wieso die Gemeinde Seeon den Abbau dieses Rohstoffs in massivem Umfang ausweiten will.
Laut Untersuchung der Gemeinde Seeon gibt es derzeit noch ca. 24,4 Hektar abbaubare Kiesvorkommen, wenn man bisher schützenswerte Natur nicht preis gibt und die Gemeindebürger in mäßigem Umfang vor Lärm schützen will. Das heißt: Schutz vor dem Lärm der Kiesgrube.
Nicht der Lärm und die Belastung durch tausende zusätzliche LKW-Fahrten.
Diese Ressource soll in den nächsten 25 Jahren abgebaut werden.
Was die nächsten Generationen dann machen bleibt völlig offen.

Welche Kiesgruben bestehen und was ist geplant?

In der Gemeinde Seeon-Seebruck und knapp außerhalb der Gemeindegrenze bestehen derzeit etwa 44 ha betriebene und 37 ha geplante Kiesgruben sowie ca. 25 ha regionalplanerische Reserveflächen:
Innerhalb der Gemeinde gibt es die Kiesgrube Holzen an der Grenze zu Altenmarkt mit ca. 3 ha.

An der nördlichen Gemeindegrenze bei Thalham/Gemeinde Obing, d.h. im Quell-Einzugsbereich des Natur­schutzgebiets Seeoner Seen wird derzeit von zwei Unternehmen Kies auf gut 10 ha abgebaut; auf etwa einer gleich großen Fläche ist der Abbau beendet; die Moränenhügel sind aber nicht wieder im alten Relief hergestellt, sondern eingeebnet und z.T. mit einer Solaranlage belegt. Für eine Grube läuft derzeit ein von der Gemeinde Obing abgelehnter Antrag auf zusätzliche Vertiefung. Auch die ehemaligen Kiesgruben süd­östlich Großbergham sind planiert und jetzt z.T. Parkplatz, Betriebsgelände oder bebaut. Westlich Großberg­ham wurde kürzlich trotz Ablehnung der Gemeinde Obing eine ca. 1 ha große Kiesgrube eröffnet.

Grafik UVA u. BayernAtlas

Die Kiesgruben in Voglöd neben der Kreisstraße Seeon-Rabenden mit derzeit ca. 12 ha liegen im Gemeinde­gebiet Obing, an der Grenze zu Seeon und zu Weiterlesen

Preisverleihung, UVA-Gartenwettbewerb

Viele glückliche Gewinner!
Schöne Prämien für die Teilnehmer an unserem Gartenwettbewerb.

In einem feierlichen Rahmen konnte der Umweltschutzverband am 01. Oktober 2018 zur Preisverleihung einladen.
Viele Teilnehmer sind der Einladung gefolgt und wurden mit schönen Preisen überrascht.

Es ist uns wichtig, dass Engagement für die Natur belohnt wird.
Erster Preis, eine Reise zur Landegartenschau
Zweiter Preis, Besuch des Klosters Raitenhaslach
Dritter  und vierter Preis, Gutschein der Gärtnerei Horizont.
Wobei der zweite Preis und vierte Preis jeweils 2x vergeben wurde.
Wie Gisa Pauli betont, lagen alle Preisanwärter so nahe beieinander, dass es sehr schwer war, die genaue Rangfolge festzulegen.

Alle anderen Teilnehmer erhielten jeweils einen Preis aus der Rubrik „Gutes aus dem Garten“.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern recht Herzlich für die Teilnahme und die Erlaubnis, Ihre Gärten im Rahmen dieses Abends vorstellen zu dürfen.

Der nette Kontakt und die überaus offene Art, welche wir im Rahmen dieses Wettbewerbs erleben durften, war ein überaus eindrucksvolles Erlebnis.
Wir hoffen, dass sich daraus weitere Kontakte und Freundschaften entwickeln.

Überdies bedanken wir uns recht Herzlich für die freundschaftliche Begleitung unserer Gartenaktion durch das Trostberger Tagblatt!

Artikel aus dem TT, 06.10.2018

Eine Oase inmitten von Maiswüsten und totem Land

UVA-Gartenwettbewerb:

Eine 

Oase inmitten von Maiswüsten und totem Land

Michael Kießling erfüllt sich einen Kindheitstraum – Unterstützt Flächenumgestaltung

Die stolzen Besitzer vorm „Voglwuidhang“ (wilde Karde rechts und im Hintergrund) v. lks: Helmut Geisberger (mit Katze Sissi), Michael Kießling Foto: Pauli

Obing: Im Rahmen des Sommer-Wettbewerbs „Naturnahe Ecken und Gärten“ machte sich der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung e.V. (UVA) nach Pittenhart auf. Dort traf das Team auf Michael Kießling, Helmut Geisberger und einen Garten, den man selten findet: Kreativ, ideenreich, und unkonventionell,beschrieb es Vorsitzende Gisa Pauli. Mit Wegen und Plätzen sind die einzelnen Teilgärten zu einem großen Ganzen verbunden und nehmen durch ihre extreme Vielfalt für Flora und Fauna einen maßgeblichen Stellenwert in Ortsrandlage ein.

2006 hat sich Michael Kießling selbstständig gemacht und einen 2500 Quadratmeter großen Grund gekauft. Dort lebt er mit seinem Ehepartner Helmut Geisberger, den Katzen Sissi und Franzi. Er wuchs in einer kleinen W

ohnung in Traunreut auf. Beim Großvater durfte er -gleich nebenan im Schrebergarten- ein winziges Fleckchen Erde bebauen. Schon als Kind war er der Natur sehr zugetan, lief durch Wiesen und Wälder und erkundete alles, was kreuchte und fleuchte. “Wenn ich einmal einen Garten habe, dann soll es ein Paradies werden“, sagte er als Fünfjähriger. Nach 35 Jahren ging sein Traum in Erfüllung.

Artenschwund bekämpfen

Der selbstreinigende Teich mit Klärbecken Im Zentrum der großen Anlage steht der Teich mit seinen Wegen, Brücken und Stegen. Foto: Cornelia Leupold

Ein striktes Konzept hat Kießling nicht. Er läßt sich inspirieren und versucht zu kombinieren. Stück für Stück setzte er seine Pläne um: Den „Voglwuidhang“, Kiesgarten mit

Bachlauf, heimischer  Pflanz-, Dach- und Exotengarten. Letztes Jahr kam ein selbstreinigender Schwimmteich mit Klärbecken, Brücken und Wegen hinzu, der sein Sortiment an Vielfalt für Pflanzen und Arten noch erweiterte. „Mein Garten ist speziell!“ Lacht und gesteht, dass er für heimische und exotische Pflanzen brennt und viel Wert auf Artenerhalt lege.

Er hat Bäume, die Unterschlupf und Nahrung bieten, heimische und exotische Kostbarkeiten mit prachtvollen Blättern und Samenständen. An extremen Trockenstandorten gedeihen viele Pflanzen, obwohl das Bachbett ausgetrocknet ist. Exoten wie Paulownia, Gleditsia gestalten Bereiche; die Akazie wird von Insekten umschwärmt. Staudenbeete mit Katzenminze, Königskerze, Lavendel, Duft- und Indianernessel reichern das Nahrungsangebot an. Ebenso die Wolfsmilch, weidenblättrige Sennenblume und rotbeerige Berberitze. Leinkraut und kleinwüchsiger Storchenschnabel samen sich auf dem Gelände aus.

Der Exotengarten Auch Exoten wie die Akazie werden von Insekten geliebt. Foto: Cornelia Leupold

Im Dachsteingarten wachsen Karthäusernelken, Alpenleinkraut, Gewürze und Sedum. Sie tragen zum Bestand der Wildbienen und Schwebfliegen bei. Die wilde, üppige Karde im Voglwuidhang, ist ein Magnet und in der Natur eher selten geworden. Bewässert wird ganz ökologisch und nachhaltig aus dem Teich. Er ist gefüllt mit den großen Krebsscheren, ganz klar und ohne Algenblüte. Dort schwirren Libellen, Azurjungfern, Admiral, Kaisermantel, Pfauenauge, Bläuling und Schwalbenschwanz umher. Auch Vögel wie Rotschwänzchen und Bachstelzen finden sich ein. Und: Einen Riesenspaß haben die im Flug nach Wasser schnappenden Rauchschwalben. Das alles wärmt sein Herz. Doch was den Gärtner umtreibt ist der zunehmende Artenschwund. Kießling sieht sich inmitten einer „Maiswüste umgeben von totem Land“. Sein Motor ist der Naturerhalt, nicht nur in seinem Garten. Daher bietet er der Kommune seine tatkräftige Hilfe und finanzielle Unterstützung an, um die Gemeindeflächen naturnah umzugestalten. So könnnen wieder viele  Arten in den Außenrandlagen ökologische Nischen finden.

Der Dachsteingarten Mit seinen vielfältigen Pflanzen trägt er zum Bestand der Wildbienen und Schwebfliegen bei. Foto: Pauli

Der Schwalbenschwanz Besonders freut sich Kießling über den Schwalbenschwanz Foto: Michael Kießling

 

UVA Gartenwettbewerb – aktueller Stand

Gelebter Umweltgedanke.

So kann man es  bezeichnen – das, was die Juroren des UVA bei den Gartenbesichtigungen erleben.
Ein Garten ist schöner und für sich in der Form naturnäher als der Andere. Einfach überwältigend!
Man versucht, mit den Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, Kleinode für alle denkbaren Tiere zu schaffen.
Die umgesetzten Ideen sind dabei schon oft „Patentverdächtig“!

Überdies haben die Gartenbesitzer durchwegs für sich die Nachhaltige Lebensweise verinnerlicht.
Das begeistert die Juroren des Umweltschutzverbandes immer wieder auf’s Neue.

Abgesehen davon macht es sehr viel Freude, das Wissen der Gartenbesitzer sprichwörtlich aufzusaugen.
Das geht von der Saatgutvermehrung, Düngen, anlegen von Biotopen, Hühnerhaltung, bis hin zum Räuchern von Lebensmitteln und diversen Kochrezepten.

Als ersten Gartenartikel hat uns das Trostberger Tagblatt die Möglichkeit eröffnet, Familie Polster vorzustellen.
Wir hoffen, dass noch weitere Artikel folgen.

Anbei einige Bilder:

Quelle: UVA; im Gewächshaus

Quelle: UVA; Vogelhaus an der Garage

Quelle: UVA; Fotoaufnahme

Quelle: UVA; Hühner warten auf Fütterung

Quelle: UVA; unzählige Tomatensorten

Quelle: UVA; Libellenlarven aus dem Teich

 

Quelle: Trostberger Tagblatt, Artikel vom 04.08.2018

Quelle: Trostberger Tagblatt, Artikel vom 04.08.2018