Hähnchenmast – Neuer Trend aus Norddeutschland?

Hähnchenmastbetrieb = Landwirt  – oder Unternehmer mit dem Blick auf Gewinnmaximierung?

38000 Hähnchen in kürzester Zeit für die großen Geflügekonzerne mästen.
Kann das die Zukunft unserer heimischen „Landwirtschaft“ sein?
Bei diesen Zahlen braucht sich niemand über fehlendes Verständnis für die Agrarwirtschaft wundern.

Dem beigefügter Leserbrief zu diesem Thema ist nichts hinzuzufügen.
„…in Norddeutschland ist der Boden bereits mit Nitrat, Antibiotika und weiteren Giftstoffen so hoch belastet…“, dass sich die großen Hähnchenverarbeitungs-Konzerne nun neue Gebiete suchen müssen. Unsere heimischen „Landwirte“ sind scheinbar hier gerne bereit, in diese Lücke zu springen.

Wie unsere Norddeutschen Landsleute nun mit ihrem belasteten Böden und Grundwasser zurecht kommen – ist nicht Sache der Hähnchenkonzerne oder deren Handlanger.
Das ist nun Sache der Verbraucher selbst.
Aber die Sache kennen wir ja schon aus Burgkirchen (PFOA).

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Artikel, Trostberger Tagblatt, 06.11.2019

Leserbrief Trostberger Tagblatt, 09.11.2019

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PFOA-Vorsorgewert für Kinder

Der Umweltschutzverband unterstützt das Ansinnen, für Kinder einen PFOA-Vorsorgewert einzuführen.
Auch wenn dadurch vielleicht die Aktivkohlefilter in den Wasserwerken öfters als bisher gewechselt werden müssen.
Dies spielt nach unserer Meinung keine Rolle der Gesundheit unserer Kinder zuliebe.

Man sollte folgendes bedenken:
Natürlich trinkt ein Kind nicht 1Liter Wasser pro Tag, wie im beigefügten Artikel argumentiert wird.
Denn es ist nicht nur das Wasser mit PFOA belastet, sondern anscheinend auch die Lebensmittel, wie die Untersuchungen des Amt für Lebensmittelsicherheit belegen.

Beispielsweise sei hier angeführt:
Eier; Fisch; Innereien; Rindfleisch; Honig usw….
Wir empfehlen jedem Interessieren, im Internet, in den Veröffentlichungen des Amt für Lebensmittelsicherheit, zu stöbern!

Außerdem zu empfehlen:
Eine Veröffentlichung beim Landesamt für Umwelt:
„Übergang von PFT von Böden in Pflanzen“.

Hier wird festgestellt, dass Weidelgras – das beliebteste Gras für Viehfutter, im Jahresverlauf massiv PFOA aufnehmen kann.
Die PFOA-aufnahme von Mais und Weizen ist, lt. dieser Studie, ebenfalls möglich.
So ist in dem Bericht zu lesen.

Im Interesse der Gesundheit sollte man die PFOA-Aufnahme und dazu gehört auch Adona – so weit wie nur irgend möglich, aus jeder Quelle, vermeiden.

Die Einführung eines PFOA-Vorsorgewertes für Trinkwasser und damit Verringerung von Gesundheitlichen Risiken kann und darf nach unserer Meinung nicht am Geld scheitern!

Quellen für die oben genannten Informationen:

www.lgl.bayern.de

https://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/per_polyfluorierte_chemikalien/fachtagungen/doc/07_boden_pflanzen.pdf

 

Artikel, Trostberger Tagblatt, 05.10.2019

 

Umfahrung Seebruck durch streng geschütztes Naturschutzgebiet!

Geht es nach dem Wunsch des Gemeinderates, soll nördlich der bisherigen Brücke eine zweite Brücke für 40-Tonnen Fahrzeuge entstehen.
Damit verbunden eine Neutrassierung hinter den aktuellen Wohnhäusern.

Quer durch streng geschütztes Naturschutzgebiet und Moor.

Das Straßenbauamt will inzwischen die bisherige Brücke sanieren und ebenfalls für 40-Tonnen Fahrzeuge ertüchtigen. Dieses „Provisorium“ soll die nächsten 15 Jahre halten.

Für Fußgänger und Radfahrer wird nichts vorgesehen.

Der Gemeinderat konnte sich scheinbar mit diesem Vorgehen anfreunden.

Wir, der Umweltschutzverband, sind uns mit dem Bund Naturschutz einig:
Die Umfahrung lehnen wir kategorisch ab.

Es kann nicht sein, dass streng geschützte Naturoasen willkürlich zubetoniert werden!

Abgesehen davon muss man sich fragen, wieso die bisherige Brücke, welche eine Gewichtsbeschränkung von 12 Tonnen hat, nun für 40-Tonner ertüchtigt werden soll.

Die Ertüchtigung hätte ganz klar die Folge, dass selbst schwerste LKW, von München kommend, über Seebruck, Richtung Traunstein fahren werden.

Würde also zu einer massiven Verkehrsbelastung für den Ort führen.

Und ob dann vielleicht später das „Luftschloss“ der geplanten Neubautrasse gebaut wird, ist aus unserer Sicht mehr als unwahrscheinlich.

Sicher wird man in Seebruck dann auf dem Verkehrschaos sitzen bleiben!

Wir können den Gemeinderat Seebruck und die Anwohner in Seebruck nur eindringlich davon warnen, die Brücke auf 40 Tonnen ertüchtigen zu lassen!!!

Artikel aus dem Trostberger Tagblatt, 23.05.2019 Wenn Sie den Artikel lesen möchten, bitte darauf klicken.

 

 

Bürgerinitiative für sauberes Trinkwasser beim UVA

Bürgerinitiative „BINT“ im Gespräch mit dem UVA

Im Februar 2019 war die Bürgerinitiative „BINT“ zu Gast beim UVA.

BINT; Bild Umweltschutzverband

Die Initiative setzt sich seit einem Jahr in Altötting und in Burgkirchen für „sauberes Grund- und Trinkwasser“ ein.

Die Vertreter der Gruppe kamen zu Besuch nach Trostberg, um sich mit dem Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA), in einem Gespräch über dringliche, regionale Probleme der „PFOA“-belasteten Wasser- und Bodenqualität auszutauschen.

Wohnungsverdichtung Trostberg

Wohnungsverdichtung – oder doch Gewinnmaximierung?
Gibt es in Trostberg einen Stadt- und Zukunftsplan?

Die Alten sterben, die Nachkommen haben Trostberg längst hinter sich gelassen. Die Goldgräberstimmung hat scheinbar Vorrang vor Lebensqualität und Naturoasen in der Stadt – so scheint es.

Wird ein Objekt frei, folgt der Abriss und ein Wohnklotz mit maximal möglichen Abmessungen, ersetzt das einstige Idyll.
An Beispielen mangelt es in Trostberg nicht.
Wie ist das möglich? In München wird doch auch nicht jede Villa mit Garten, in Schwabing, durch einen Wohnklotz ersetzt!

Wieso in Trostberg? Wieso wird hier der Charme unserer Stadt rücksichtslos dem Kommerz geopfert?
War der Verkauf des Schloss Schedling der Anfang vom Ende?

Folgende Bilder zeigen, welches Naturidyll durch einen neuen Betonklotz zerstört werden soll:

Folgenden Brief hat der UVA an Hr. Bürgermeister Schleid geschrieben:

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Danke für ein Großes Lob zur Gartenaktion!

Wir freuen und riesig und bedanken uns auf diesem Wege für ein Großes Lob zur Gartenaktion 2018!

Sehr geehrte Frau Pauli,
 
ich wollte mich bei Ihnen schon lange melden und für die Organisation
des Gartenwettbewerbs Naturnahe Gärten bedanken.

Quelle: Bild UVA


Zu meinem großen

Bedauern konnte ich an der Abschlußveranstaltung nicht teilnehmen und
habe das Er
gebnis aus der Zeitung erfahren. 
Vielen Dank für Ihre
Bewertung unseres Gartens, ich war ziemlich überrascht, dass diese so
positiv ausgefallen ist.

Quelle: Bild UVA

Der Wettbewerb hat mich zum Nachdenken angeregt, wie wichtig es ist,
unsere Gärten, egal wie groß oder klein diese sind, im Einklang mit der

Natur zu gestalten. Ich blicke mich aufmerksamer um und achte mehr auf

die Vielzahl Insekten und überlege dabei, wie ich eine größere Anzahl an
Vögeln, Insekten, Schmetterlingen, usw. in den Garten locken kann,
welche Pflanzen sinnvoll sind, welche das ganze Jahr Nahrung bieten. Was
ich eben verbessern kann.

Quelle: Bild UVA

 
Im Winter z.B. hat es mich sehr gefreut, zu beobachten, dass wir mehr Vögel am Futterhaus hatten, als die letzten Jahre. 
Seit Dezember haben wir einen Igel zur Pflege. Er war zu klein und zusätzlich verletzt, um den Winter draussen zu überleben. Es ist ein spannendes Projekt und
macht uns deutlich, dass wir etwas tun müssen und können. Den Kindern
versuche ich, dieses zu vermitteln  und der Igel ist eine gute
Gelegenheit, ihnen die Natur näher zu bringen. Ich freue mich, wenn wir
ihn freilassen können und werde ihm einen Unterschlupf anbieten und
hoffe, er fühlt sich wohl in unserem Garten.
 
Danke für diesen Denkanstoß. Ich wünsche Ihnen ein gute Zeit.
 
Freundliche Grüße

Quelle: Bild UVA

Nördlicher Chiemgau – Land der Kiesgruben?

Wer baut, braucht Kies.
Jeder will bauen. Deshalb muss der Kies abgebaut werden.

So scheinbar die landläufige Meinung einiger Bürgermeister.
Könnte man so sehen, würden unsere Vorkommen nur regional verbraucht.
Mit den vorhandenen 44 Hektar Kiesgruben könnte jedes Gebäude aus Vollbeton gebaut werden.
Ein Großteil unserer Kiesressourcen gehen jedoch in den Export!

Ist Kiesabbau ein gemeindliches Problem?
Nach dem Baugesetzbuch ist der Abbau von Bodenschätzen ein privilegiertes Vorhaben, das im Außen­bereich grundsätzlich zulässig ist, wenn nicht besondere Belange entgegenstehen. Solche Belange können gemeindliche Vorgaben (Flächennutzungsplan) oder landesplanerische Vorgaben (Regionalplan) sein.
Der Landesgesetzgeber hat für Bayern

Kiesgrube Seeon, Bild UVA

im Landesentwicklungsprogramm bestimmt, dass der Abbau von Bodenschätzen regional zu ordnen ist; Kiesabbau ist auf Vorrang- und Vorbehaltsgebiete zu konzentrieren, die nach dem regionalen und überregionalem Bedarf zu bemessen sind und in den Regionalplänen festge­legt werden. Das ist vernünftig und praktikabel, weil damit ein Ausgleich zwischen Gemeinden mit geeigne­ten Kiesvorkommen und Gemeinden ohne Abbaumöglichkeiten geschaffen wird.
Der für die Region Südostoberbayern gültige Regionalplan weist 2.500 ha Vorrang- und Vorbehaltsflächen für den Kiesabbau aus (rechnerisch sind das im Durchschnitt etwa 15 ha pro Gemeinde). Diese Ausweisung ist im Benehmen mit dem Industrieverband Steine-Erden auf den regionalen und überregionalen Bedarf ausgelegt und wird bedarfsweise immer wieder fortgeschrieben. Somit ist es weder nötig noch zweckmäßig, dass Gemeinden in ihren Flächennutzungsplänen Kiesabbauflächen-Ausweisungen vornehmen, die über den Regionalplan und somit über den Bedarf hinausgehen.

Kiesgrube Seeon, Bild UVA

Sollte es – wie manchmal behauptet – so sein, dass der Regionalplan zu wenig konkret oder zu wenig rechtssicher ist, dann muss doch wohl der Regionalplan verbessert werden! Es kann doch nicht sein, dass stattdessen wieder jede Gemeinde für sich das regionale Kiesproblem lösen muss und deshalb viele Hektar Kiesabbauflächen unnötig ausgewiesen werden. Der UVA wird dem nachgehen.

Sand- und Kiesabbau in Seeon

Sand- und Kies:
Eine unerschöpfliche Ressource?

Nein!
Sand und Kies ist zu einem wertvollen Gut geworden.
Umso mehr muss man sich wundern, wieso die Gemeinde Seeon den Abbau dieses Rohstoffs in massivem Umfang ausweiten will.
Laut Untersuchung der Gemeinde Seeon gibt es derzeit noch ca. 24,4 Hektar abbaubare Kiesvorkommen, wenn man bisher schützenswerte Natur nicht preis gibt und die Gemeindebürger in mäßigem Umfang vor Lärm schützen will. Das heißt: Schutz vor dem Lärm der Kiesgrube.
Nicht der Lärm und die Belastung durch tausende zusätzliche LKW-Fahrten.
Diese Ressource soll in den nächsten 25 Jahren abgebaut werden.
Was die nächsten Generationen dann machen bleibt völlig offen.

Welche Kiesgruben bestehen und was ist geplant?

In der Gemeinde Seeon-Seebruck und knapp außerhalb der Gemeindegrenze bestehen derzeit etwa 44 ha betriebene und 37 ha geplante Kiesgruben sowie ca. 25 ha regionalplanerische Reserveflächen:
Innerhalb der Gemeinde gibt es die Kiesgrube Holzen an der Grenze zu Altenmarkt mit ca. 3 ha.

An der nördlichen Gemeindegrenze bei Thalham/Gemeinde Obing, d.h. im Quell-Einzugsbereich des Natur­schutzgebiets Seeoner Seen wird derzeit von zwei Unternehmen Kies auf gut 10 ha abgebaut; auf etwa einer gleich großen Fläche ist der Abbau beendet; die Moränenhügel sind aber nicht wieder im alten Relief hergestellt, sondern eingeebnet und z.T. mit einer Solaranlage belegt. Für eine Grube läuft derzeit ein von der Gemeinde Obing abgelehnter Antrag auf zusätzliche Vertiefung. Auch die ehemaligen Kiesgruben süd­östlich Großbergham sind planiert und jetzt z.T. Parkplatz, Betriebsgelände oder bebaut. Westlich Großberg­ham wurde kürzlich trotz Ablehnung der Gemeinde Obing eine ca. 1 ha große Kiesgrube eröffnet.

Grafik UVA u. BayernAtlas

Die Kiesgruben in Voglöd neben der Kreisstraße Seeon-Rabenden mit derzeit ca. 12 ha liegen im Gemeinde­gebiet Obing, an der Grenze zu Seeon und zu Weiterlesen