Bauverdichtung zum Nachteil der Natur und Lebensqualität!

Bauverdichtung zum Nachteil der Natur und Lebensqalität in Trostberg!

Offener Brief an den Bürgermeister und die Stadträte:

Wenn Sie den Brief lesen möchte, bitte darauf klicken

 

 

 

 

 

 

An die Redaktionen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Trostberg. Der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung e.V. (UVA) sieht am Beispiel einer in der Hedwigstraße beschlossenen Bebauungsplanänderungen sorgenvoll

auf den kommunalen Umgang mit Natur- und Artenschutz in der Stadt. Der UVA hat dazu nun ein Schreiben an Bürgermeister und Stadträte weitergeleitet (Siehe Datei).

In einer „Nacht- und Nebelaktion“, so die Nachbarn habe der Investor den biotopartigen Baumbestand platt gemacht. Bauamt und Unteren Naturschutzbehörde verwiesen

darauf, dass ihnen vielfach die Hände gebunden seien. Die Verantwortungshoheit für Natur und Artenschutz trägt die Stadt.  “ Das Artensterben zu verlangsamen“ liege

in der kommunalen Pflicht. Was aber tun, wenn dem nicht Folge geleistet wird? Und Artenschutz zur Nebensache wird?

 

Vor Jahren hat der UVA in Trostberg einen Antrag zur „Baumschutzverordnung in privaten Gärten“ gestellt. Dieser wurde abgelehnt. Zur Hedwigstraße hatte der UVA eine

Stellungnahme eingebracht, mit der Bitte, die innerstädtische Verdichtung maßvoll zu gestalten und unter Berücksichtigung der Artenvielfalt das Biotop zu untersuchen und

weitmöglichst zu erhalten. Der Bauauschuß winkte die Bebauungsplanänderung durch. Nach Aussage von Bernd Unterauer, einstimmig. Nun stehen nur noch die Eschen

und vereinzelt kranke Bäume.  Nach Ansicht eines Nachbarns wurde hier in skrupelloser Weise Fakten geschaffen. Die noch stehenden Eschen sollen auf ihre Wertigkeit

geprüft werden.

Konzeptlose Planung:

Zunächst war von Seiten des Investors von zwei Mehrfamilienhäusern in einer Einfamiliensiedlung die Rede, nach neuestem Stand sollen es jetzt 7 bis 8 Doppelhaushälften mit einem Ein-

familienhaus  auf einem etwa 2000 quadratmetergroßem Grund werden. Die Bebauungsplanänderung erwirkten die Erben, die an einem möglichst guten Verkauf ihres Grund-

stückes an einen Investor interessiert waren. Laut Nachbarn seien dort Wiedehopf, Grün-,Buntspechte, Fledermäuse, Hornissen und etliches mehr gesichtet worden. In einem

zweiseitigen Schreiben an das Stadtbauamt Trostberg, so von den Anwohnern weiter, sei von der Unteren Naturschutzbehörde vor einigen Monaten zum Schutz seltener

Tierarten ein von einem Biologen zu erstellendes artenschutzrechtliches Gutachten angemahnt worden, das  die Stadt Trostberg in Auftrag geben hätte müssen. Weder

Landratsamt noch Stadtbauamt  waren von der Fällung am 6. 12. 2019 informiert.

 

Nun hat der UVA in seinem Schreiben Bürgermeister und Ratsgremium kritisiert. Durch den Beschluß einer Bebauungsplanveränderung wurde ohne Not ein biotopartiger Siedlungs-

bereich zerstört, das zu erhalten auch in der Verantwortung der Stadt liege. Der innerörtlich sehr bedeutende, biotopartige Baumbestand wurde weder durch den rechtskräftigen

Bebauungsplan noch durch eine Baumschutzverordnung geschützt. Das Stadtratsgremium hätte allerdings Vorsorge und Verantwortung übernehmen können/müssen.  Obwohl Natur-

und Artenschutz in aller Munde ist, kann man in Trostberg davon nicht viel erkennen. Doch das kann weder für die Natur oder Stadt, noch für die Menschen der Weg  in die Zukunft sein!

 

Daher geht der UVA jetzt an die Öffentlichkeit. Das Schreiben an den Bürgermeister sowie  die Fotos nach der Fällung wurden in der  Datei abgelegt.

Über Ablauf und Aussagen haben die Nachbarn ein Protokoll geführt, das ich Ihnen bei Interesse gerne ausführen kann.

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