Dörrobst mit dem Sonnenwachsschmelzer herstellen. Ideal für Imker!
Imker haben ihn: Den Sonnenwachsschmelzer.
Dieser dient dazu, Bienenwaben einzuschmelzen. Arbeitet wie ein Solarkollektor – mit der Sonne.
Im Herbst ist er nicht mehr so oft im Einsatz.
Außer man hat eine weitere Verwendung dafür:
Zur Dörrobstherstellung!
Hat sich die letzten Tage sehr gut bewährt – deshalb möchte ich den Vorschlag veröffentlichen.
Statt Waben wird ein Drahtgitter in den Wachsschmelzer eingelegt.
Darauf das zu trocknende Obst (bei mir Zwetschgen) ausbreiten.
Deckel nicht ganz schließen – ein Brettchen oder Keil unterlegen – damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Nach 3 Tagen sind die Zwetschgen fertig getrocknet.
Die Zwetschgen mit der Haut nach unten einlegen, damit sie nicht am Gitter fest kleben.
Sonnenwachsschmelzer mit Zwetschgen bestückt. Rechts der Keil welcher das Fenster ca. einen Finger breit offen hält. Foto UVASonnenwachsschmelzer mit Zwetschgen bestückt. Zwetschgen liegen auf einem Stahlgitter, welche auf einen Holzrahmen gespannt wurde. Foto UVAFenster ca einen Finger breit offen halten – mit Keil oder Brettchen – Foto UVAFertig getrocknete Zwetschgen. Zwei Ladungen ergeben bei mir eine Schüssel voller Dörrzwetschgen. Foto UVAFertig getrocknete Zwetschgen. Bitte so lange dörren, bis sie keine weichen Stellen mehr haben. Dann halten sie Jahre. Foto UVA
Familie Baltin in der Findungsphase – UVA : Ab 2019 Austauschtreffen mit Naturfreunden
Familie Baltin in ihrem Garten von lks: Anna, Monika, Raimund vorne Samuel Foto: Pauli
Trostberg–Traunreut. Der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung e.V. (UVA) war im Rahmen des Sommer-Wettbewerbs auf dem Weg nach Traunreut. Dort traf das Team auf Monika und Raimund Baltin mit einem Garten, der sich naturnah entwickelt und seine Vorzüge auf den zweiten Blick preisgab. Zu Beginn wurde probiert und verworfen, nicht alles gelang. Doch entmutigt hat das die Familie nicht: Sie bleiben ihren ökologischen Zielen treu. Dafür gab es von der Jury, so UVA-Vorsitzende Gisa Pauli, Anerkennung.
Monika und Raimund Baltin leben seit 13 Jahren in Oderberg mit ihren Kindern Anna und Samuel, dem Kater Nobby, den Kaninchens Fiona und Drachine. Damals entschieden sich die jungen Eltern für die „klassische“ Gartenvariante: Terrasse, Rasen, Beete, Kinderspielecke mit Rutsche.
Verhalten änderte sich
Der Beeren- und Gemüsegarten Foto: Pauli
Nur auf dem drei bis fünf meterbreiten und zehn metertiefen Streifen des Hanggrundstückes, hat sie die Natur mit einem Wildwuchs beschenkt, den die Baltins unter allen Umständen stehen lassen wollten: Eine Vogelhecke aus wilden Schneeball, Eberesche, Wildkirsche, Hartriegel und Pappeln, die durch ihre gewachsene Wildnis, Dompfaffe, Kleiber, Gelbspötter, Grünfinken, Wachteln, Kohl-, Blaumeisen, Buntspechte sowie Drosseln Schutz und Nahrung bietet. Da es dort immer etwas zu entdecken und beobachten gab, fing Monika Baltin an sich für die Natur zu interessieren. Erst änderte sich die Einstellung, später ihr Verhalten. So war es ihr wichtig, auf umweltverträgliche und gesunde Produkte zu achten und bei regionalen Märkten und Bauern einzukaufen. Auch ihr Bedürfnis, mehr aus ihrem Garten
Wilde Naturhecke am Hang mit Kräuter- und Blumenwiese Foto: Pauli
zu machen, wuchs: Auf der ebenerdigen Terrasse ihres Hanges habe sie eine Bienen- und Schmetterlingswiese ausgesät, die Löwenmäulchen, Johanniskraut, wilde Pfingströschen, Winden und Gräser hervorbrachte. Um die Samenausbreitung zu fördern wird einmal jährlich, gegen Ende September, gemäht. Rückwärtig zur Terrasse legte sie ein Waldbeet mit schattenverträglichen Anemonen, Lungenkraut, Waldmeister, Waldrebe, Farne, Veilchen und Schlüsselblumen an. Der rotangestrichene, meterhohe Turm lädt Insekten, Flor- und Schwebfliegen ein. Sie habe gelesen, dass die rote Farbe Florfliegen anziehen soll: Ob es zutrifft, wisse sie allerdings nicht. Im liegengelassenen Totholz zeigten sich Spuren von Käferlarven. Blindschleichen und nützliche Kleintiere wie Weberknechte, Tiger-, Spring-, Krabben- und Kreuzspinnen habe sie auch. Mit den Beerensträuchern erweiterten sie ihren gefiederten Freunden das Nahrungsangebot. Als Unt
Das Totholz mit Käferlarven Foto: Cornelia Leupold
erbepflanzung wählte sie Walderdbeeren, um den Boden feucht zu halten. Das funktioniert, bekräftigte sie. Hingegen die Versuche mit Permakultur oder Brennesseljauche enttäuschten sie eher. Die anhaltende Läuseplage hat die Natur geregelt: Jetzt werden die Parasiten von den Meisen gefressen. Für die Schmetterlinge ließ sie ein großes Brennessel-Eck stehen und ärgerte sich, wenn Leute Raupen vernichten, obwohl sie die bunten Falter mögen. Entsetzt sei sie von gentechnisch-veränderten Pflanzen, die keine Samen bilden. Und auch über ged
Das Kräuterbeet mit der Heilpflanze Salbei Foto: Cornelia Leupold
ankenlose Kunden, die mit ihren Käufen, den Trend an Hybriden fördern. Die Baltins sehen sich am Anfang und wissen sehr wohl, dass eine naturnahe Entwicklung auch Zeit braucht. Sie werden weitermachen und dran bleiben, bis es für die Natur passt.
Michael Kießling erfüllt sich einen Kindheitstraum – Unterstützt Flächenumgestaltung
Die stolzen Besitzer vorm „Voglwuidhang“ (wilde Karde rechts und im Hintergrund) v. lks: Helmut Geisberger (mit Katze Sissi), Michael Kießling Foto: Pauli
Obing: Im Rahmen des Sommer-Wettbewerbs „Naturnahe Ecken und Gärten“ machte sich der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung e.V. (UVA) nach Pittenhart auf. Dort traf das Team auf Michael Kießling, Helmut Geisberger und einen Garten, den man selten findet: Kreativ, ideenreich, und unkonventionell,beschrieb es Vorsitzende Gisa Pauli. Mit Wegen und Plätzen sind die einzelnen Teilgärten zu einem großen Ganzen verbunden und nehmen durch ihre extreme Vielfalt für Flora und Fauna einen maßgeblichen Stellenwert in Ortsrandlage ein.
2006 hat sich Michael Kießling selbstständig gemacht und einen 2500 Quadratmeter großen Grund gekauft. Dort lebt er mit seinem Ehepartner Helmut Geisberger, den Katzen Sissi und Franzi. Er wuchs in einer kleinen W
ohnung in Traunreut auf. Beim Großvater durfte er -gleich nebenan im Schrebergarten- ein winziges Fleckchen Erde bebauen. Schon als Kind war er der Natur sehr zugetan, lief durch Wiesen und Wälder und erkundete alles, was kreuchte und fleuchte. “Wenn ich einmal einen Garten habe, dann soll es ein Paradies werden“, sagte er als Fünfjähriger. Nach 35 Jahren ging sein Traum in Erfüllung.
Artenschwund bekämpfen
Der selbstreinigende Teich mit Klärbecken Im Zentrum der großen Anlage steht der Teich mit seinen Wegen, Brücken und Stegen. Foto: Cornelia Leupold
Ein striktes Konzept hat Kießling nicht. Er läßt sich inspirieren und versucht zu kombinieren. Stück für Stück setzte er seine Pläne um: Den „Voglwuidhang“, Kiesgarten mit
Bachlauf, heimischer Pflanz-, Dach- und Exotengarten. Letztes Jahr kam ein selbstreinigender Schwimmteich mit Klärbecken, Brücken und Wegen hinzu, der sein Sortiment an Vielfalt für Pflanzen und Arten noch erweiterte. „Mein Garten ist speziell!“ Lacht und gesteht, dass er für heimische und exotische Pflanzen brennt und viel Wert auf Artenerhalt lege.
Er hat Bäume, die Unterschlupf und Nahrung bieten, heimische und exotische Kostbarkeiten mit prachtvollen Blättern und Samenständen. An extremen Trockenstandorten gedeihen viele Pflanzen, obwohl das Bachbett ausgetrocknet ist. Exoten wie Paulownia, Gleditsia gestalten Bereiche; die Akazie wird von Insekten umschwärmt. Staudenbeete mit Katzenminze, Königskerze, Lavendel, Duft- und Indianernessel reichern das Nahrungsangebot an. Ebenso die Wolfsmilch, weidenblättrige Sennenblume und rotbeerige Berberitze. Leinkraut und kleinwüchsiger Storchenschnabel samen sich auf dem Gelände aus.
Der Exotengarten Auch Exoten wie die Akazie werden von Insekten geliebt. Foto: Cornelia Leupold
Im Dachsteingarten wachsen Karthäusernelken, Alpenleinkraut, Gewürze und Sedum. Sie tragen zum Bestand der Wildbienen und Schwebfliegen bei. Die wilde, üppige Karde im Voglwuidhang, ist ein Magnet und in der Natur eher selten geworden. Bewässert wird ganz ökologisch und nachhaltig aus dem Teich. Er ist gefüllt mit den großen Krebsscheren, ganz klar und ohne Algenblüte. Dort schwirren Libellen, Azurjungfern, Admiral, Kaisermantel, Pfauenauge, Bläuling und Schwalbenschwanz umher. Auch Vögel wie Rotschwänzchen und Bachstelzen finden sich ein. Und: Einen Riesenspaß haben die im Flug nach Wasser schnappenden Rauchschwalben. Das alles wärmt sein Herz. Doch was den Gärtner umtreibt ist der zunehmende Artenschwund. Kießling sieht sich inmitten einer „Maiswüste umgeben von totem Land“. Sein Motor ist der Naturerhalt, nicht nur in seinem Garten. Daher bietet er der Kommune seine tatkräftige Hilfe und finanzielle Unterstützung an, um die Gemeindeflächen naturnah umzugestalten. So könnnen wieder viele Arten in den Außenrandlagen ökologische Nischen finden.
Der Dachsteingarten Mit seinen vielfältigen Pflanzen trägt er zum Bestand der Wildbienen und Schwebfliegen bei. Foto: PauliDer Schwalbenschwanz Besonders freut sich Kießling über den Schwalbenschwanz Foto: Michael Kießling
Familie Bornmann-Altinger wünscht ein zurück zur Natur – Sorge um Kinder und Enkel
Trostberg-Stein. Im Rahmen des Sommer-Wettbewerbs „Naturnahe Ecken und Gärten“ beging der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung e.V.(UVA) seine dritte Besichtigung. Gelandet ist das Team bei Renate Bornmann und Günter Altinger in Stein. Sie wollten keine nutzlosen Pflanzen, kein Gift, nichts was der Natur schadet und haben gehandelt. Das brachte ihnen einen Pluspunkt in der Bewertung ein, merkte Gisa Pauli an. Denn sie haben den Spitz naturnah aufgewertet und mit ihrer Liebe zu Tieren, zu einem dauerhaften, schützenswerten Platz gemacht.
Gottes Geschöpfe wertschätzen
Renate Bornmann und Günter Altinger Renate Bornmann und Günter Altinger stehen auf dem Spitz vom dem Insekten Grand- Hotel. Foto: Pauli
Familie Bornmann hat das Haus mit unverbaubaren Bergblick 1970 gekauft. Und es habe der Hausherrin so gefallen, dass frühmorgens die Eichkätzchen bis ins Wohnzimmer eindrangen um ihre Portion Walnüsse einzufordern. Doch als die Steiner Straße bei Hohenester verlagert und begradigt wurde, kamen immer weniger der putzigen Tiere und irgendwann war es mit dem morgendlichen Ritual vorbei. Damals war ihr das allerdings nicht bewußt. Die Bornmanns hatten Pflegekinder zu ihren beiden Söhnen aufgenommen: „Wenig Zeit, viel Gaudi, viel Lärm und keinerlei Gedanken an den Umweltschutz“. Für den Garten wurde gekauft was gefiel, Gift gegen Mäuse, Ameisenpulver, Unkrautvernichter oder Blattlausspray. Nachgedacht wurde nicht, sagte die Steinerin, Hauptsache es half. Irgendwann jedoch nervten sie die, für ihre Begriffe, viel zu fr
Am Spitz: Ein Wespenhotel Mehrere Vogelhäuser haben die friedlichen Wespen anektiert Foto: Cornelia Leupold
üh gemähten Wiesen, die unendlich weiten Maisfelder, die spärlich wachsenden Blumen. Als ihr Mann starb, fing sie an, ihre für die Natur eher nutzlosen Pflanzen auszutauschen. Sie orientierte sich am Wiesmühler Umweltgarten und merkte, dass sie eine andere Denkweise annahm. Später lernte sie Günter Altinger kennen und nannte es ein großes Glück, mit ihm ökologisch und sozial auf einer Linie zu sein: Beide wollten sich um Menschen kümmern, die vom Leben vergessen wurden und sich um Tiere bemühen, denen gleiches widerfuhr.
Also wurde der Garten u
Abgedeckte Nistplätze Auch so lassen sich Unterschlüpfe für Eidechsen und Igel gestalten Foto: Pauli
mgekrempelt. Vor dem Eingangsbereich ist der Grund in Handtuchformat zu einer auslaufenden Spitze geformt. Ideal geeignet für Unterschlüpfe, Verstecke, Insektenhaus und Kompost. Da Insekten Harthölzer brauchen wurde das Material besorgt und Löcher von vier bis neun Millimeter, zehn Zentimeter tief gebohrt – sauber und ohne Spreissel. Dazu Nahrung wie etwa Bleiwurz, Ringelblume, Scheinmohn, Salbei, Rosmarin, Thymian und Hauswurz angeboten. Wie ein Schmetterlingskasten gebaut oder Tontöpfe für Erdhummeln ausgestattet sein müssen,haben sie sich angelesen. Mit den besonnten, niedrigwachsenden Stauden, Gewürzen und Kräutern kamen die Igel, Eidechsen, Wespen, Erdhummeln und Wildbienen.Deren Plätze werden sorgfältig bewacht und beschützt. Auf der Südseite wurde das Familienschwimmbecken mit Teich und Wassertränke erweitert. Daneben stehen hohe Buschen der durchwachsenen Silphie, auch Becherblume genannt, die den Besitzern
Der Blick in den Südgarten Das Schwimmbecken wurde mit Wassertränke und Teich erweitert. Im Vorder- grund: Die Nahrungsangebote für Vögel und Insekten. Foto: Pauli
Sichtschutz und den Arten Nahrung bietet. Davor wächst der Alant, den Schmetterlinge lieben. Mit Hanf und Sonnenblumen verköstigen sich die Vögel. Vergangenen Winter wurde zum ersten Mal die nordische Schwanzmeise erblickt.
Was sich die christliche,
Die Ostseite: Vorne: Apfelbäumchen, Malve mit Alant und der gelbblühenden„durchwachsenen Silphie“ im Hintergrund Foto: Pauli
so gläubige Familie wünscht ist, dass der Mensch die Geschöpfe Gottes wertschätzt und einen anderen Umgang mit der Natur pflegt. Den Landverbrauch einzudämmen, keine Pestizide, ökologischen Anbau oder Alternativen zu nützen, sei eine der lebenswichtigen Grundlagen. Renate Bornmann und Günter Altinger hoffen auf ein zurück zur Natur, damit Kinder und Enkel eine Zukunft haben. Sie immerhin haben vierzehn davon.
Bewerbungen können noch bis zum 25. September unter umweltschutzverband@web.de oder an Umweltschutzverband Alztal und Umgebung, Bechtoldstr. 8, 83308 Trostberg eingereicht werden.
Trostberg. Zu einer weiteren Besichtigung wurde das Team des Umweltschutzverbandes Alztal und Umgebung e.V. (UVA) im Rahmen seines Sommer-Wettbewerbs „Naturnahe Ecken und Gärten“ nach Palling geführt. Schon auf den ersten Blick waren die Juroren von der Blumen- und Blütenfülle angetan, merkte UVA-Vorsitzende Gisa Pauli an. Gertraud und Josef Hofer haben über Jahre hinweg einen Garten voller Leben geschaffen. Schritt für Schritt verwandelten sie den einst so dürftig und langweilig bepflanzten Grund in ein üppiges Bienen- und Schmetterlingsbiotop.
Die Familie Hofer in ihrem Garten. Foto: Gisa Pauli
Unglaubliche Vielfalt
In Oberweißenkirchen leben Gertraud und Josef Hofer. Beide kommen vom Einödhof. Niemals hätten sie in ein kleines Reihenhaus einziehen können. Daher haben sie 1986 ein großes Grundstück gekauft, auf dem es seinerzeit zwei kleine Rosenbeete, wenige Obstbäume, drei hohe Fichten und viele Thujen gab. Die große Bindung zur Natur habe Gertraud von ihrer Großmutter und Mutter geerbt. Ihre Oma war für alles offen und hatte in den Nachkriegsjahren zur Verwunderung und unter skeptischen Blicken der Nachbarn einen Aprikosenbaum gepflanzt. Ihre Liebe zur Natur lebt die Pallingerin in ihrem Garten aus, da stecke sie ihre ganze Energie hinein. Und Josef, ihr Mann, sagt sie, unterstütze das tatkräftig: Er setze ihre Ideen gerne um. So entst
Der blühende Garten im Sommer Ein Blütenmeer in bunten Farben Foto: Cornelia Leupold
anden nach und nach Blumen- und Staudenbeete, Beerensträucher oder Gemüsebeete. Besonders stolz ist sie auf die zuckersüße, gelbe Himbeere, die nicht nur Zweibeinern, sondern auch der Holzwespe schmeckt. Die alten Samen und Sorten brachte sie mit. Einiges zog sie selbst und manches ging von alleine auf. Wo immer Blumen wuchsen, durften sie bleiben. Ein kleiner Teich mit Außenbegrünung wurde angelegt, der Großteil der Thujahecken entfernt, der Osthang für Gartenweg und Staudenbeete aufgefüllt und neue Obstbäume gepflanzt. Mit Kompost und Häckselgut werde gedüngt. Auf ihrem Grund im Schatten ihrer Obstweide stehen zwei freistehende circa zwei mal drei Meter lange und 1,5 Meter hohe Bienenhäuser;sie geben zehn Bienenvölker Unterschlupf. Vier Insektenhotels und sieben Nistkästen hängen geschützt im
Die großen Bienenhäuser stehen im Schatten der Obstbäume. Foto: Reinhold Schopf
Garten. Der kleine Tümpel, etwas abseits, beherbergt Grasfrösche, Berg- und Teichmolche und unter der besonnten Steintreppe fühlen sich seit langem Zauneidechsen wohl, von denen die Familie fünf Jungtiere sichtete.
Im Frühjahr und im Sommer explodiert der Garten: Zwiebeln, Blumen oder Stauden verwandeln ihn in ein wahres Blütenmeer und dicht an dicht gedeihen viele Pflanzen in bunten Farben: Ziest, Skabiose, Beinwell, Mädchen-, Sonnen- und Ochsenauge, Eisen- und Fingerhut, Phlox, Eisenkraut, Witwenblume, Nachtkerze und vieles mehr. Mit der Blütenpracht und dem reichlichen Angebot von Nahrung kamen zeitgleich und immer zahlreicher, die liebenswerten und so selten gewordenen Schmetterlinge wie beispielsweise C-Falter, Schwalbenschwanz, Pfauenauge, Admiral, Permuttfalter, Waldvögelein, kleiner Fuchs und kleiner Feuerfalter. Es ist ein Biotop der Vielfalt, voller Leben und Lebensfreude.
So kann man es bezeichnen – das, was die Juroren des UVA bei den Gartenbesichtigungen erleben.
Ein Garten ist schöner und für sich in der Form naturnäher als der Andere. Einfach überwältigend!
Man versucht, mit den Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, Kleinode für alle denkbaren Tiere zu schaffen.
Die umgesetzten Ideen sind dabei schon oft „Patentverdächtig“!
Überdies haben die Gartenbesitzer durchwegs für sich die Nachhaltige Lebensweise verinnerlicht.
Das begeistert die Juroren des Umweltschutzverbandes immer wieder auf’s Neue.
Abgesehen davon macht es sehr viel Freude, das Wissen der Gartenbesitzer sprichwörtlich aufzusaugen.
Das geht von der Saatgutvermehrung, Düngen, anlegen von Biotopen, Hühnerhaltung, bis hin zum Räuchern von Lebensmitteln und diversen Kochrezepten.
Als ersten Gartenartikel hat uns das Trostberger Tagblatt die Möglichkeit eröffnet, Familie Polster vorzustellen. Wir hoffen, dass noch weitere Artikel folgen.
Anbei einige Bilder:
Quelle: UVA; im GewächshausQuelle: UVA; Vogelhaus an der GarageQuelle: UVA; FotoaufnahmeQuelle: UVA; Hühner warten auf FütterungQuelle: UVA; unzählige TomatensortenQuelle: UVA; Libellenlarven aus dem Teich
Quelle: Trostberger Tagblatt, Artikel vom 04.08.2018Quelle: Trostberger Tagblatt, Artikel vom 04.08.2018
UVA- Wettbewerb: „Naturnahe Ecken und Gärten“
Bitte beteiligen Sie sich!
Erinnern Sie sich noch an Oma`s Garten?
Vogelgezwitscher, süße Erdbeeren, blühende Sommerblumen und duftende Rosen.
Ein Idyll aus summenden Bienen, schwirrenden Insekten, umher fliegenden Libellen, flatternden Schmetterlingen und leuchtenden Glühwürmchen. Eine Zeit üppigen Lebens , Abwechslung, Vielfalt und Lebendigkeit.
Eingerahmt, vielleicht in eine etwas phantasieanregende Unordnung.
Und heute?
Mit dem UVA Wettbewerb „Naturnahe Ecken und Gärten“ will der UVA – Werte einer idyllischen Natur in Gärten und Höfen in den Fokus rücken – ökologische Umweltmaßnahmen fördern/unterstützen – Tipps und Wissen abfragen / weitergeben
Wir wollen mit diesem Wettbewerb einen eigenen Beitrag zur Förderung von Natur und Lebensqualität in unserer Heimat leisten.
UVA beteiligt sich an der Krötenschutzaktion in Engertsham
Frühjahrszeit = Kröten Wanderzeit
Leider wird das Verlangen der Kröten, zu ihrem Laichteich zu gelangen, an manchen Straßen zu einem Massaker für die Tiere.
In Engertsham ist dies leider der Fall.
Auf Initiative von Hr. Schönberger wurde heuer erstmals an dieser neuralgischen Stelle ein Krötenschutzzaun errichtet.
Im kommenden Jahr soll die Aktion wiederholt werden.
Umgangsformen und Wertschätzung im Trostberger Stadtrat zeigen wiederholt deutliches Entwicklungspotential.
Ende Januar 2018 Erlebnisse aus der Trostberger Bauausschusssitzung:
Leserbrief, Trostberger Tagblatt, 06.04.2018
Eigentlich hat Otto Normalverbraucher kaum einen Grund, an einer Trostberger Bauausschusssitzung teilzunehmen.
Abgesehen von den Sachthemen, welche behandelt werden, ist es überaus lehrreich, zu erleben, welche Gepflogenheiten in diesem Kreis im Umgang miteinander herrschen.
Es ist eine andere Welt. Als Besucher tritt man ein, in ein herrschaftlich gestaltetes Zimmer.
Die Anwesenden freuen sich über ein klares „Grüß Gott“ und belohnen sofort mit der Erwiderung des Grußes, unterstützt mit einem Lächeln im Gesicht.
Im nächsten Akt tritt der König ein.
Grimmiges Gesicht; eilenden Schrittes auf seinen Vorsitzerplatz zu marschierend.
Kein Blick nach links und rechts. Prüfender Blick auf die Besucher; Ermahnung an diejenigen, welche sich in einer ihm ungenehmen Platzierung befinden.
Formelle Begrüßung der Anwesenden.
Schon geht’s zum ersten Bauantrag.
Ein älterer Stadtrat erlaubt sich eine Frage in das Gremium zu stellen. Die Antwort folgte wie ein Knüppel aus dem Sack: „Das haben wir doch schon zigmal diskutiert“…“Ich werde Ihnen das selbe immer wieder erzählen…“ „Das nächste mal werden Sie wieder dasselbe fragen…“.
Die Stadträte versinken förmlich in den Stühlen. Scheinbar fühlt sich mancher in die Schulzeit, mit herrischem Lehrer, zurück versetzt.
Jetzt bloß nicht auffallen. Stillhalten. Sonst geht es mir genauso.
Mit deutlich leiser Stimme und nur noch halb so groß, zieht sich der Betroffene in seinen Sessel zurück.
Die Anwesenden, einschließlich Presse-Dame ist es klar anzusehen. Sie fühlen sich, wie in einem schlechten Film – dürfen nichts sagen, um dem Unwillen des Bürgermeisters Einhalt zu gebieten.
Können nicht glauben, dass Erwachsene Menschen sich so etwas in der Öffentlichkeit gefallen lassen müssen!
Zur Überraschung ergreift von den Stadträten keiner das Wort, um den Bürgermeister darauf aufmerksam zu machen, wie ein gesittetes Miteinander auszusehen hat. Damit war klar, wer hier das Regime mit eiserner Faust führt.
Abstimmung; Hand hoch; bloß keine kritischen Fragen stellen und niemals ins Visier des Bürgermeisters geraten!
UFO-Alarm in Trostberg! Oder doch eine Sinnestäuschung?
So, könnte sich mancher denken, der nachts an Pirach bei Trostberg vorbei fährt.
Ein Albtraum jedenfalls allemal inzwischen für die Anwohner, seit ein örtlicher Investor den Wasserturm gekauft hat und seither Nachts das Obergeschoss beleuchtet.
Der Wasserturm, einst für einen Guten Zweck gebaut, hat sich seit Jahrzehnten für den kleinen Ort zum Schrecken entwickelt.
Über 20 Jahre mussten die Anwohner eine Mobilfunkstation ertragen, jetzt, wo man endlich auf Ruhe hoffte, setzt der Bauinvestor alles daran, einen Maximalgewinn auf Kosten der Anwohner heraus zu schlagen. So scheint es — Steigbügelhalter sind hier die Stadt Trostberg und das Landratsamt Traunstein — diese Meinung herrscht vor Ort.
Man fühlt sich hier, in Pirach, wie in der DDR! Wie unter einem Wachturm!
Jederzeit und allerorts unter Beobachtung!
Die Anwohner sind es Leid, ständig gegen dubiose Bau-Genehmigungen der Stadt Trostberg und Landratsamt Traunstein, für andauernd neue Bau-Änderungsanträge am Turm den Anwalt zu beschäftigen!
Ist das ein UFO? Das Objekt erscheint täglich vor dem Badezimmerfenster
Historie der bisherigen Wasserturm-Baugenehmigungen und Anträge:
Zuerst wurde der Einbau von 4 Wohnungen mit Außenaufzug von der Stadt Trostberg und Landratsamt Traunstein genehmigt!
Dann vom Verwaltungsgericht als rechtswidrig verworfen. Der Wohnfriede sei nicht gewährt. Die Anwohner haben bei solch einem Bau keine Privatsphäre mehr – so die Feststellung des Verwaltungsgerichts!
Der Bauherr zieht noch bei der Verhandlung im Trostberger Rathaussaal, seine Planungen komplett zurück.
Dann werden 2 Wohnungen beantragt und genehmigt.
Anschließend werden 3 Wohnungen genehmigt.
Dann wird die Erhöhung des Anbaus genehmigt.
Nun wird von der Stadt Trostberg 3 Wohnungen, Ein Museum und Außentreppe genehmigt!
Um alle Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, wurde vom Landratsamt definiert, dass der Wasserturm im Innenbereich liegt.
KEIN anderes Objekt in Pirach war bisher jemals bei einer Baugenehmigung im Innenbereich!
Hier wird vom Landratsamt mit zweierlei Maß gemessen das ist für die Anwohner sicher!
Obendrein wurde vom Landratsamt Traunstein, kurz nachdem der Investor dieses Objekt gekauft hat, für Pirach ein Bodenrichtwert festgelegt, wie man diesen weithin nicht findet!
Lindach hat nicht einmal die Hälfte dieses Wertes!
Wieso bitte? Eine nachvollziehbare Erklärung bleibt das Landratsamt den Anwohnern schuldig.
Sicher ist, dass diese Festlegung für den Investor ein gutes Argument für höhere Verkaufspreise darstellen könnte.
Die Anwohner haben es satt, tagtäglich vorgeführt zu bekommen, von wo aus später vielleicht einmal in ihre Bäder, Schlafzimmer und Gärten geschaut wird! Möchten Sie, dass Ihren Kindern, Frauen oder Ihnen selbst der Nachbar beim Schlafen oder beim Duschen jederzeit zusehen kann?
Artikel zur Genehmigung des Museums, Trostberger Tagblatt, 26.01.2018