Woher nehmen wir uns das Recht, unsere Ressourcen ohne Rücksicht auf künftige Generationen zu verbrauchen?
Nur weil uns die moderne Technik ermöglicht, tausende Jahre altes, völlig unbelastetes Grundwasser oder Erdgas aufzuspüren und zu fördern, steht es uns noch lange nicht zu, diese Ressourcen ohne Rücksicht auf künftige Generationen zu fördern.
Nicht nur Wasser und Erdgas sind endliche Ressourcen.
Grundstücke, auf denen unsere Lebensmittel wachsen, sind ebenfalls nur in endlichem Umfang verfügbar.

Wikipedia: Tiefengrundwasser ist eine langsam erneuerbare, qualitativ hochwertige Wasserressource in tiefen geologischen Schichten (oft >100m), die durch undurchlässige Schichten vom oberflächennahen Grundwasser getrennt ist. Es ist oft Jahrhunderte bis Jahrtausende alt, natürlich rein und dient als strategische Reserve, erfordert aber aufgrund langsamer Neubildung eine besonders nachhaltige Bewirtschaftung.
Was sollen künftige Generationen von uns halten, wenn wir deren Ressourcen zerstören, um die von uns selbst verursachen Probleme der letzten 20 Jahre zu kaschieren.
So wird Tiefengrundwasser zum Flaschenwaschen oder zur Verdünnung von PFOA-belastetem Trinkwasser verwendet.
Gleichzeitig genehmigt man nahezu unbeschränkte weitere Freisetzung von PFOA in aktuellen Bescheiden.
Der Industrie gesteht man zu, unsere letzten Notreserven in noch größerem Umfang zu fördern und zu vermarkten, als gäbe es kein Morgen.
Aktuelle Schlagzeilen aus der Presse:
Schadstoffe nach Gasbohrung? Sorge um Reichlings Trinkwasser
Die Förderung von Tiefengrundwasser durch die Adelholzener Alpenquellen im Landkreis Traunstein ist ein aktuelles Thema, das laut Berichten der Passauer Neuen Presse (PNP) und anderer regionaler Medien (Stand 2025/2026) zu intensiven Diskussionen über Grundwasserressourcen geführt hat
Nimmt Adelholzener den Anwohnern das Grundwasser weg?
Die Förderung von Tiefengrundwasser durch die Adelholzener Alpenquellen im Landkreis Traunstein ist ein aktuelles Thema, das laut Berichten der Passauer Neuen Presse (PNP) und anderer regionaler Medien (Stand 2025/2026) zu intensiven Diskussionen über Grundwasserressourcen geführt hat
Verdünnung der PFOA-Belastung durch Verdünnung mit Tiefengrundwasser in Emmerting.
In der Gemeinde Emmerting (Landkreis Altötting) ist die Nutzung von Tiefengrundwasser eine Maßnahme, um die Belastung durch PFOA (eine PFAS-Verbindung) im oberflächennahen Grundwasser zu bewältigen.
PFOA-Belastungszonen: In Emmerting existieren verschiedene PFOA-Belastungszonen (I, II, III) in den Ortsteilen, wobei der Altöttinger Forst und Bereiche wie Bruck in höhere Belastungskategorien fallen.
Strategie der Verdünnung/Ersatzversorgung: Aufgrund der PFOA-Kontaminationen im oberflächennahen Grundwasser wird zur Versorgung hochwertiges Tiefengrundwasser genutzt. Dies dient dazu, die Grenzwerte einzuhalten und das belastete Wasser zu „verdünnen“ oder ganz zu ersetzen.
Befristete Maßnahme: Die Nutzung des Tiefenwassers ist zeitlich befristet, bis das oberflächennahe Grundwasser wieder nutzbar ist.
Monitoring: Die Entnahme wird durch ein kontinuierliches quantitatives und qualitatives Monitoring überwacht.